| Messsystem "Fahrdraht-Lage-Stoß" | Die Erfahrungen aus zahlreichen Messfahrten für verschiedene Verkehrsbetriebe veranlaßten uns, unsere Messtechnik weiter zu vervollkommnen. Vorstellungen und Hinweise unserer Kunden waren uns dabei eine wertvolle Hilfe. Im Ergebnis entstand das neue DTK-Mess-System "Lage/Stoß", das wir seit Mitte 1998 als Dienstleister bei Messfahrten erfolgreich einsetzen und darüber hinaus bereits an mehrere Kunden verkauft haben. | | | Verwendungszweck Das DTK-Mess-System dient:
- Zur Abnahmeprüfung von neu errichteten Fahrleitungen. - Der turnusmäßigen Überprüfung des Zustandes und des Betriebsverhaltens von Stromentnahmesystemen oberleitungsgebundener Schienenfahrzeuge. - Zur Fehlersuche im Stromentnahmesystem, um z.B. Kohleschäden zu vermeiden. Auf der Grundlage der Messergebnisse lassen sich kritische Stellen und Bereiche im Verlauf der Fahrleitung zuverlässig und komfortabel ermitteln. Festgestellte Störstellen können anschließend beseitigt und das Zusammenspiel von Fahrleitung und Stromabnehmer unter Berücksichtigung der konkreten Streckenbedingungen sowie des individuellen Betriebsverhaltens der eingesetzten Fahrzeuge optimal aufeinander abgestimmt werden. Mit dem DTK-Mess-System können während einer Messfahrt folgende Parameter gemessen und aufgezeichnet werden: die Seitenlage der Fahrleitung (Zick-Zack-Lage), die Höhenlage der Fahrleitung, Stöße, die auf die Schleifleiste wirken sowie die Fahrgeschwindigkeit, der entnommene bzw. zurückgespeiste Strom (für jede Schleifleiste einzeln), die Kontaktpresskraft Schleifleiste / Fahrleitung und die markanten Streckenpunkte.
Des weiteren wird das Verhalten des Stromentnahmesystems mit einer Videokamera aufgenommen, dieses Videobild mit den visualisierten Messdaten gemischt und auf Videoband aufgezeichnet. Der Name der markanten Streckenpunkte wird mit aufgesprochen. | | | Vorzüge Das DTK-Mess-System hat gegenüber herkömmlichen Methoden zur Überprüfung von Stromentnahmesystemen einige entscheidende Vorteile: Es kann auf jedem normalen Triebfahrzeug installiert werden. Die Montage dauert 2 bis 3 Stunden. Die Messungen erfolgen unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen und bei normaler Fahrgeschwindigkeit, d. h.:
Der Fahrbetrieb wird durch eine Messfahrt kaum gestört. Das dynamische Verhalten von Stromabnehmer und Messfahrzeug sowie Einflüsse des Gleisunterbaus gehen in die Messergebnisse ein. Das individuelle Betriebsverhalten verschiedener Fahrzeugtypen kann untersucht und verglichen werden.
Sie werden vollautomatisch erfasst, rechentechnisch aufbereitet und gespeichert. Die Fehlerquellen bisheriger teilweise manueller Prüfmethoden sind weitestgehend ausgeschlossen.
Schon während der Messfahrt kann ein erster Eindruck vom Zustand des Fahrleitungssystems gewonnen werden. Die eingehenden Messdaten werden sofort aufbereitet und auf dem PC-Bildschirm grafisch dargestellt. Die Aufzeichnung des Videobildes vom Stromabnehmer, das mit den visualisierten Messdaten überlagert werden kann, auf ein Videoband, gestattet eine sehr anschauliche Dokumentation der Messfahrt. Die von uns entwickelte Software bietet komfortable Möglichkeiten für die Auswertung der Messdaten:
Alle Messdaten werden grundsätzlich grafisch dargestellt. Die gemessenen Parameter können einzeln oder in beliebigen Kombinationen angezeigt und ausgedruckt werden. Die Koordinatenmaßstäbe lassen sich in weiten Grenzen einstellen, so dass die Möglichkeit einer detaillierten Untersuchung einzelner Streckenabschnitte besteht. (Zoomfunktion) Es können Grenzwerte für einzelne Parameter eingegeben werden, die das Auffinden kritischer Fahrabschnitte und Störstellen im Verlauf der Streckenführung wesentlich erleichtern. Bereits bei der Aufzeichnung der Messdaten können markante Punkte eingetragen werden, so dass sich die betreffenden Streckenabschnitte später bei der Auswertung schnell wiederfinden lassen. Zu solchen Punkten lässt sich zusätzlich ein erläuternder Text auf das Videoband sprechen. Die komplexe Auswertung aller Parameter ermöglicht weitergehende Schlussfolgerungen hinsichtlich fahrdynamischer Eigenschaften von Stromabnehmer und Fahrzeug.
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Weitere Informationen enthalten unsere Artikel in der Zeitschrift "Verkehr und Technik" 5/99 , 8/00 und 9/00.
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